Denis Treter

Konkurrenzanalyse Tools: Mitbewerber nach Anwendungsfall analysieren

Welches Konkurrenzanalyse-Tool passt, hängt davon ab, was du über deine Mitbewerber wissen willst: ihre SEO-Keywords, ihre Google-Ads-Anzeigen, ihre Platzierungen in den Suchergebnissen oder ihre Social-Media-Werbung.

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Tools
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TL;DR: Kein einzelnes Tool deckt jede Konkurrenzanalyse ab. Für SEO-Keywords der Konkurrenz nutzt du ein SEO-Tool wie SISTRIX, Semrush oder Ahrefs. Für Google Ads helfen die Auktionsstatistiken und das Google Ads Transparency Center. Die SERP-Analyse machst du direkt in Google. Social-Media-Werbung der Mitbewerber siehst du in der Meta-Werbebibliothek und der LinkedIn Anzeigenbibliothek. Preise der Tools prüfst du beim Anbieter.

Was ist das Ziel einer Konkurrenzanalyse?

Eine Konkurrenzanalyse beantwortet drei Fragen: Wo sind die Wettbewerber stärker, wo schwächer und wo liegt eine Lücke, die du besetzen kannst? Welches Tool dafür taugt, entscheidet sich an der Frage dahinter. Wer wissen will, welche Keywords die Konkurrenz benutzt, braucht ein anderes Werkzeug als jemand, der sehen will, welche Anzeigen die Konkurrenz schaltet.

Dieser Beitrag ordnet die Werkzeuge deshalb nach Anwendungsfall. Die methodische Seite der Suchmaschinen-Konkurrenzanalyse, also Wettbewerber identifizieren, Keyword-Gaps, Content-Tiefe und Backlinks, steht ausführlich in SEO Konkurrenzanalyse. Hier geht es um die Frage: Womit?

Welche Tools zeigen die SEO-Keywords der Konkurrenz?

Die Frage „Welche Keywords benutzt die Konkurrenz?” ist der häufigste Anlass für eine Konkurrenzanalyse. Es gibt zwei Wege.

Mit SEO-Tool. Tools wie SISTRIX, Semrush oder Ahrefs zeigen für eine beliebige Domain die Suchbegriffe, für die sie in Google rankt, samt Position und geschätztem Suchvolumen. Du siehst außerdem, welche Seiten der Mitbewerber den meisten organischen Traffic erhalten, und kannst mehrere Domains gegenüberstellen (Keyword-Gap). Das ist der bequemste Weg, besonders bei mehr als zwei oder drei Mitbewerbern.

Die drei genannten Tools sind Beispiele, keine abschließende Liste. Wenn du Alternativen suchst, findest du Vergleiche unter Semrush Alternativen und Ahrefs Alternativen. Preise und Funktionsumfang ändern sich regelmäßig, deshalb nenne ich hier bewusst keine Beträge. Die aktuellen Konditionen stehen beim jeweiligen Anbieter.

Ohne Tool. Gib deine wichtigsten Suchbegriffe in Google ein, am besten im Inkognito-Fenster, und notiere die Top-10-Domains. Öffne die besten Seiten und prüfe Titel, H1, Zwischenüberschriften und die Art der Inhalte. Die Wortwahl in den Überschriften verrät, für welche Begriffe die Seite optimiert ist. Das kostet Zeit, liefert aber echte Einblicke in die Suchintention.

Für deine eigene Seite gilt die Google Search Console. Sie zeigt, für welche Suchanfragen du bereits Impressionen und Klicks bekommst. Der Abgleich zwischen deinen Anfragen und den Keywords der Mitbewerber zeigt, wo die Lücken liegen. Nur Daten zu fremden Domains liefert sie nicht.

Welche Tools helfen bei der Google-Ads-Konkurrenzanalyse?

Bei bezahlter Suche siehst du Mitbewerber an drei Stellen:

  • Auktionsstatistiken in Google Ads. In deinem eigenen Konto zeigen sie, welche anderen Werbetreibenden in denselben Auktionen wie du auftauchen, etwa mit Kennzahlen wie Impression Share und Überschneidungsrate. Voraussetzung ist ein eigenes Konto mit laufenden Kampagnen. Mit welchen Kampagnen ein Mitbewerber arbeitet, verraten sie nicht.
  • Google Ads Transparency Center. Hier kannst du nach einem Werbetreibenden suchen und sehen, welche Anzeigen er aktuell ausspielt. Das ist nützlich für Anzeigentexte, Angebote und Botschaften.
  • Manuelle Suche. Gib deine Keywords bei Google ein und lies, welche Anzeigen erscheinen. Notiere Überschriften, Angebote, Zusatzinformationen und wohin die Anzeige führt. Die Landingpage dahinter ist oft aufschlussreicher als die Anzeige selbst.

Aussagekräftig sind das Budget und die Gebote der Konkurrenz auch mit diesen Quellen nicht. Du siehst Botschaften und Präsenz, nicht Kosten und Ergebnisse. Wenn du daraus eine eigene Kampagnenstruktur ableiten willst, hilft die Google Ads Betreuung. Das Conversion-Tracking richte ich dabei mit ein, denn ohne saubere Messung bleibt der Vergleich mit der Konkurrenz Spekulation.

Wie funktioniert eine SERP-Analyse?

Die SERP-Analyse betrachtet die Suchergebnisseite zu einem Keyword als Ganzes. Du brauchst dafür kein kostenpflichtiges Tool, ein Browserfenster reicht. Prüfe pro Keyword:

  • Seitentypen: Ranken Ratgeber, Produktseiten, Dienstleistungsseiten, Vergleiche oder Foren?
  • Suchintention: Wollen Nutzer sich informieren, vergleichen oder anfragen?
  • Zusatzelemente: Gibt es Featured Snippets, Antwortboxen, Videos, lokale Ergebnisse oder KI-Zusammenfassungen?
  • Anzeigen: Wie viele bezahlte Ergebnisse stehen über den organischen?
  • Domains: Sind es Marktführer, spezialisierte Anbieter oder Portale?

Die Aussage der SERP-Analyse lautet: Welche Art von Seite verlangt Google für dieses Keyword? Wenn auf Platz 1 bis 10 nur Vergleichsportale stehen, bringt eine Produktseite wenig, egal wie gut sie ist. SEO-Tools speichern solche Ergebnisse historisch und machen sie über viele Keywords hinweg auswertbar. Für einzelne wichtige Keywords ist die manuelle Prüfung oft die bessere.

Wie du die eigene Sichtbarkeit im Zeitverlauf misst, erklärt Sichtbarkeitsindex prüfen.

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Wie analysiere ich Mitbewerber auf Social Media?

Für soziale Netzwerke trennst du bezahlte und organische Aktivitäten.

Bezahlte Werbung lässt sich über öffentliche Bibliotheken einsehen:

  • Meta-Werbebibliothek: Zeigt die aktiven Anzeigen eines Unternehmens auf Facebook und Instagram.
  • LinkedIn Anzeigenbibliothek: Zeigt Anzeigen, die ein Unternehmen auf LinkedIn ausspielt.

Beide Bibliotheken kosten nichts und setzen kein eigenes Werbekonto voraus. Du erkennst Angebote, Formate und Botschaften. Ergebnisse, Budgets oder Zielgruppen zeigen sie nicht.

Organische Aktivitäten wertest du auf den Profilen selbst aus: Wie oft wird gepostet? Welche Formate (Text, Dokumente, Video) bekommen Reaktionen? Wer interagiert, nur Mitarbeiter oder auch Kunden? Für einen sauberen Vergleich notierst du die Daten über vier bis acht Wochen, einzelne Beiträge sagen wenig. Im B2B-Kontext lohnt sich besonders der Blick auf die Profile der Gründer und Geschäftsführer, weil dort häufig die Reichweite entsteht.

Wie gehe ich bei einer Konkurrenzanalyse in 5 Schritten vor?

Unabhängig vom Tool bewährt sich folgender Ablauf:

  1. Ziel festlegen. Willst du neue Keywords finden, deine Anzeigen verbessern oder dein Profil im Wettbewerb einordnen? Ohne Ziel sammelst du Daten ohne Verwendung.
  2. Mitbewerber definieren. Nimm drei bis fünf Domains. Bei SEO sind das die Seiten, die bei Google für deine Keywords vorn stehen, auch wenn es keine direkten Geschäftskonkurrenten sind. Bei Ads die Werbetreibenden aus den Auktionen.
  3. Daten sammeln. Nutze je Anwendungsfall das passende Werkzeug aus diesem Beitrag. Halte die Ergebnisse in einer Tabelle fest: Keyword, Position, Seite, Besonderheit.
  4. Lücken und Muster ableiten. Welche Themen deckt die Konkurrenz ab, die dir fehlen? Welche Botschaften tauchen immer wieder auf? Wo ist die Konkurrenz schwach, etwa bei Tiefe, Aktualität oder Beispielen?
  5. Maßnahmen priorisieren und nachmessen. Wähle wenige Maßnahmen aus, die zu Anfragen führen können, und prüfe nach drei bis sechs Monaten, ob sich die Lage geändert hat. Wiederhole die Analyse in größeren Abständen, weil sich Märkte bewegen.

Der fünfte Schritt wird oft vergessen. Eine Konkurrenzanalyse ohne Umsetzung ist ein Dokument, das im Ordner liegt.

Auf welche Fehler solltest du achten?

  • Die Tools als Wahrheit nehmen. Suchvolumen und Traffic-Zahlen bei Mitbewerbern sind Schätzungen. Sie taugen für Größenordnungen und Vergleiche, nicht für exakte Planung.
  • Falsche Wettbewerber wählen. Wer nur die Firmen betrachtet, die er aus dem Alltag kennt, übersieht Portale und Spezialanbieter, die bei Google tatsächlich vor ihm stehen.
  • Kopieren statt unterscheiden. Wenn alle Mitbewerber dasselbe Keyword mit demselben Inhalt bedienen, braucht der Markt keine weitere gleiche Seite. Suche die Perspektive, die fehlt.
  • Auf Reichweite statt auf Anfragen schauen. Mitbewerber mit viel Traffic sind nicht automatisch gut. Viel Reichweite bei unpassenden Themen bringt auch ihnen keine Anfragen.

Wann lohnt sich Unterstützung?

Eine erste Orientierung schaffst du mit den kostenlosen Mitteln allein. Wenn du entscheiden musst, welche Themen sich strategisch lohnen, wie Content und Technik zusammenspielen und wie aus der Analyse ein Plan wird, hilft ein externer Blick. Im SEO-Audit analysiere ich deine Seite und deine Wettbewerber und leite eine 90-Tage-Roadmap daraus ab.

Wobei ich unterstützen kann

Als B2B Organic Growth Advisor verbinde ich die Konkurrenzanalyse mit einer Strategie, die in Anfragen mündet:

  • SEO-Beratung für professionelle, strategische Optimierung deiner organischen Sichtbarkeit
  • SEO-Audit mit 90-Tage-Roadmap, ab 2.500 € einmalig, netto zzgl. USt.
  • SEO-Betreuung ab 1.500 € pro Monat, netto zzgl. USt., ohne Mindestlaufzeit
  • Google Ads Betreuung ab 500 € pro Monat, netto zzgl. USt., zzgl. Werbebudget

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Häufige Fragen

Welche Tools gibt es für eine Konkurrenzanalyse?

Für SEO-Keywords und Rankings werden häufig SISTRIX, Semrush und Ahrefs genutzt. Für die eigene Sicht auf Google gibt es die Google Search Console, für Google Ads die Auktionsstatistiken und das Google Ads Transparency Center. Für soziale Netzwerke bieten LinkedIn und Meta öffentliche Werbebibliotheken.

Wie finde ich heraus, welche Keywords die Konkurrenz benutzt?

Mit einem SEO-Tool gibst du die Domain des Mitbewerbers ein und siehst die Suchbegriffe, für die sie in Google rankt. Ohne Tool gibst du deine Kern-Keywords in Google ein und notierst, welche Domains vorn stehen und wie deren Seitentitel und Überschriften formuliert sind.

Wie mache ich eine Google-Ads-Konkurrenzanalyse?

In deinem Google-Ads-Konto zeigen die Auktionsstatistiken, welche Mitbewerber in denselben Auktionen auftauchen. Im Google Ads Transparency Center siehst du Anzeigen, die ein Werbetreibender aktuell schaltet. Zusätzlich suchst du deine Keywords selbst und liest die Anzeigentexte.

Was ist eine SERP-Analyse?

Bei der SERP-Analyse untersuchst du die Suchergebnisseite zu einem Keyword: welche Seitentypen ranken, welche Zusatzelemente wie Featured Snippets oder Antwortboxen erscheinen und welche Suchintention die Ergebnisse bedienen. Daraus leitest du ab, welchen Inhalt du für das Keyword brauchst.

Wie analysiere ich die Social-Media-Aktivitäten von Mitbewerbern?

Für bezahlte Werbung nutzt du die öffentlichen Werbebibliotheken von Meta und LinkedIn, die zeigen, welche Anzeigen ein Unternehmen aktuell ausspielt. Organisch wertest du Beitragsformate, Frequenz und Reaktionen auf den Profilen aus. Aussagekräftig ist das vor allem im Vergleich über mehrere Wochen.

Reicht ein kostenloses Tool für die Konkurrenzanalyse?

Für einen ersten Überblick ja. Die manuelle Auswertung der Suchergebnisse, die Search Console für deine eigenen Daten und die öffentlichen Werbebibliotheken kosten nichts. Für systematische Keyword- und Backlink-Vergleiche über viele Mitbewerber sind kostenpflichtige SEO-Tools deutlich bequemer. Konditionen prüfst du beim jeweiligen Anbieter.

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