Denis Treter

Sitemap erstellen: Anleitung für WordPress, Shop-Systeme und Eigenbau

Eine Sitemap erstellst du in den meisten Fällen nicht manuell, sondern automatisch über dein CMS oder einen Generator — der eigentlich wichtige Teil ist, sie danach korrekt bei Google einzureichen und aktuell zu halten.

Kategorie
SEO
Aktualisiert
Sept. 2026

Eine XML-Sitemap erstellst du am schnellsten und einfachsten automatisch über dein CMS oder einen Online-Generator. Manuell von Hand zu schreiben lohnt sich für so gut wie keine Website mehr — die Frage ist eher, welcher automatisierte Weg zu deinem System passt.

Auf einen Blick:

  • WordPress, Wix, Shopify und Squarespace generieren Sitemaps automatisch oder per Plugin
  • Für kleinere Websites ohne CMS reichen kostenlose Online-Generatoren
  • Nach der Erstellung muss die Sitemap in der Google Search Console eingereicht werden
  • Eine Sitemap ersetzt keine gute interne Verlinkung, ergänzt sie aber sinnvoll

Weg 1: Automatisch über dein CMS

Für die meisten Websites ist das der richtige und einzig nötige Weg.

WordPress: Ein SEO-Plugin wie Yoast SEO, Rank Math oder All in One SEO erzeugt die Sitemap automatisch, meist erreichbar unter deine-domain.de/sitemap_index.xml oder deine-domain.de/sitemap.xml. Die Sitemap aktualisiert sich danach von selbst, wenn neue Inhalte veröffentlicht werden — du musst nichts manuell nachpflegen.

Wix, Shopify, Squarespace: Diese Systeme generieren die Sitemap vollautomatisch im Hintergrund, üblicherweise unter deine-domain.de/sitemap.xml, ohne dass du etwas installieren oder konfigurieren musst.

Weg 2: Online-Generator für kleinere Websites

Hast du eine kleinere Website ohne CMS — etwa eine handgebaute Seite oder ein Framework ohne eingebaute Sitemap-Funktion —, reicht für bis zu rund 500 Seiten ein kostenloser Online-Generator. Du gibst deine Website-URL ein, der Dienst crawlt deine Seiten und erzeugt eine sitemap.xml-Datei, die du anschließend per FTP ins Hauptverzeichnis deiner Website hochlädst.

Für größere oder technisch komplexere Websites — etwa mit serverseitig gerenderten Inhalten wie bei Astro oder Next.js — übernimmt in der Regel ein Sitemap-Modul im Build-Prozess diese Aufgabe automatisch, ähnlich wie bei einem CMS.

Weg 3: Bei Google einreichen

Egal auf welchem Weg deine Sitemap entstanden ist — Suchmaschinen darauf aufmerksam machen musst du selbst:

  1. In der Google Search Console anmelden.
  2. Links im Menü unter „Indexierung” auf „Sitemaps” klicken.
  3. Den Pfad deiner Sitemap eingeben, zum Beispiel sitemap.xml.
  4. Auf „Senden” klicken.

Danach crawlt Google die Sitemap regelmäßig automatisch und erkennt neue oder geänderte Seiten deutlich schneller, als wenn sie allein über interne Links gefunden werden müssten.

Was eine Sitemap kann — und was nicht

Eine Sitemap ist eine Landkarte für Suchmaschinen, keine Rankingmaßnahme für sich. Sie hilft Google, deine Struktur zu verstehen und neue Inhalte schneller zu finden, ersetzt aber weder gute interne Verlinkung noch inhaltliche Qualität. Eine Seite, die in der Sitemap steht, aber inhaltlich schwach ist, rankt deshalb nicht automatisch besser.

Sinnvoll ergänzt wird die technische Sitemap durch eine für Menschen lesbare Übersichtsseite auf der Website selbst — wie sie auch justdenis.de hat —, die Besuchern hilft, sich zu orientieren, auch wenn sie für Google eine untergeordnete Rolle spielt.

Spezialfälle: Bilder-Sitemaps und mehrsprachige Websites

Neben der klassischen XML-Sitemap für Textseiten gibt es Erweiterungen für bestimmte Anwendungsfälle. Eine Bilder-Sitemap meldet Google zusätzliche Bilder auf einer Seite, die sonst möglicherweise nicht gefunden werden — relevant für Websites mit vielen produktbezogenen oder redaktionellen Bildern, etwa Onlineshops oder Portfolio-Seiten. Die meisten modernen SEO-Plugins und CMS-Systeme binden Bild-Metadaten automatisch in die reguläre Sitemap ein, sodass eine separate Bilder-Sitemap für die meisten Websites nicht mehr nötig ist.

Bei mehrsprachigen Websites kommt zusätzlich die korrekte hreflang-Auszeichnung ins Spiel — sie zeigt Google, welche Sprachversion einer Seite für welches Land oder welche Sprache gedacht ist. Das ist technisch von der Sitemap getrennt, wird aber oft gemeinsam mit ihr eingerichtet, weil beide Mechanismen Suchmaschinen bei der korrekten Zuordnung von Inhalten unterstützen.

Wie du eine bestehende Sitemap prüfst

Um zu sehen, ob eine Website bereits eine Sitemap hat, reicht ein Blick auf die üblichen Standardpfade: deine-domain.de/sitemap.xml oder deine-domain.de/sitemap_index.xml direkt im Browser aufrufen. Existiert eine Sitemap, zeigt der Browser eine strukturierte Liste von URLs, teilweise mit Datum der letzten Änderung. Ein Blick in die robots.txt-Datei verrät ebenfalls oft den Sitemap-Pfad, weil viele Systeme ihn dort automatisch hinterlegen.

In der Google Search Console lässt sich zusätzlich einsehen, wie viele der eingereichten URLs Google tatsächlich indexiert hat — eine große Abweichung zwischen eingereichten und indexierten Seiten ist häufig ein erstes Warnsignal für technische oder inhaltliche Probleme.

Häufige Fehler bei Sitemaps

Veraltete URLs. Nach einer Migration oder Domain-Änderung bleiben oft alte URLs in der Sitemap stehen, die längst nicht mehr existieren — das verwirrt Google eher, als zu helfen.

Noindex-Seiten in der Sitemap. Seiten, die per noindex von der Indexierung ausgeschlossen sind, gehören nicht gleichzeitig in die Sitemap — das sendet widersprüchliche Signale.

Vergessene Einreichung. Die Sitemap existiert, wurde aber nie in der Google Search Console eingereicht — dann bringt sie den Geschwindigkeitsvorteil beim Crawling nicht.

Sitemap und Crawl-Budget bei großen Websites

Bei sehr großen Websites mit tausenden Seiten spielt zusätzlich das sogenannte Crawl-Budget eine Rolle — die Menge an Seiten, die Google innerhalb eines bestimmten Zeitraums überhaupt crawlt. Eine gepflegte Sitemap hilft Google dabei, dieses begrenzte Budget effizienter einzusetzen, indem sie priorisiert anzeigt, welche Seiten wichtig und aktuell sind, statt dass der Crawler sich durch veraltete oder wenig relevante Bereiche der Website arbeiten muss.

Für die meisten kleineren und mittleren Websites — bis in den vier- oder niedrigen fünfstelligen Seitenbereich — ist das Crawl-Budget selten ein begrenzender Faktor. Relevant wird es vor allem bei sehr großen Onlineshops, Nachrichtenportalen oder Websites mit vielen dynamisch generierten Seiten.

Mehrere Sitemaps bei sehr großen Websites

Google erlaubt eine maximale Anzahl an URLs pro einzelner Sitemap-Datei. Größere Websites lösen das über eine Sitemap-Index-Datei, die auf mehrere einzelne Sitemaps verweist — oft nach Inhaltstyp getrennt, etwa eine für Produktseiten, eine für Blogartikel, eine für Kategorieseiten. Die meisten CMS-Systeme und SEO-Plugins erledigen diese Aufteilung automatisch, sobald eine bestimmte Seitenanzahl überschritten wird, ohne dass manuell eingegriffen werden muss.

Sitemap als Teil der technischen Grundausstattung

Eine Sitemap steht selten allein. Sie gehört zusammen mit einer sauberen robots.txt-Datei, korrekten Canonical-Tags und einer funktionierenden internen Verlinkung zur technischen Grundausstattung jeder Website, die von Suchmaschinen zuverlässig verstanden werden soll. Fehlt eines dieser Elemente oder widerspricht sich mit einem anderen — etwa eine Seite in der Sitemap, die gleichzeitig per robots.txt blockiert ist —, entstehen widersprüchliche Signale, die die Indexierung eher erschweren als erleichtern.

Nächster Schritt

Wenn du unsicher bist, ob deine Sitemap korrekt eingerichtet ist oder ob sie überhaupt beachtet wird, prüfe ich das im Rahmen einer SEO-Potenzialanalyse mit.

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Sitemap nach einem Website-Relaunch

Nach einem Relaunch oder Umzug auf ein neues System ist die Sitemap einer der ersten Punkte, die überprüft werden sollten. Alte URLs, die nicht mehr existieren, sollten nicht mehr in der neuen Sitemap auftauchen, während alle neuen, wichtigen Seiten korrekt aufgenommen sind. Eine erneute Einreichung der aktualisierten Sitemap in der Google Search Console beschleunigt, dass Google die neue Struktur zügig erfasst, statt sie erst nach und nach über die reguläre Crawling-Frequenz zu entdecken.

Weiterführend

Häufige Fragen

Was ist eine Sitemap?

Eine XML-Sitemap ist eine Liste aller wichtigen URLs deiner Website in einem maschinenlesbaren Format, die Suchmaschinen zeigt, welche Seiten existieren und wann sie zuletzt aktualisiert wurden. Sie ersetzt keine gute interne Verlinkung, hilft Google aber, neue oder geänderte Inhalte schneller zu finden.

Wie erstelle ich eine Sitemap für WordPress?

Am einfachsten über ein SEO-Plugin wie Yoast SEO, Rank Math oder All in One SEO. Diese Plugins erzeugen die Sitemap automatisch, meist erreichbar unter deine-domain.de/sitemap_index.xml oder deine-domain.de/sitemap.xml, und halten sie bei neuen Inhalten automatisch aktuell.

Brauche ich für Wix, Shopify oder Squarespace eine separate Sitemap?

Nein. Diese Systeme generieren die Sitemap automatisch im Hintergrund, meist unter deine-domain.de/sitemap.xml. Du musst sie nur noch bei der Google Search Console einreichen.

Kann ich eine Sitemap kostenlos erstellen, wenn ich kein CMS nutze?

Ja, für kleinere Websites bis etwa 500 Seiten reichen kostenlose Online-Generatoren, die deine URL crawlen und eine sitemap.xml-Datei erzeugen. Diese lädst du anschließend per FTP ins Hauptverzeichnis deiner Website hoch.

Wie reiche ich meine Sitemap bei Google ein?

In der Google Search Console links im Menü unter 'Indexierung' auf 'Sitemaps' klicken, den Pfad deiner Sitemap eingeben (z. B. sitemap.xml) und auf Senden klicken. Google crawlt sie danach regelmäßig automatisch.

Reicht eine Sitemap allein für gute Rankings?

Nein. Eine Sitemap hilft Google beim Auffinden und Verstehen deiner Struktur, ersetzt aber weder Content-Qualität noch technisches SEO. Sie ist eine notwendige Grundlage, keine Rankingmaßnahme für sich.

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